Wir stellen vor
 

 
   

“Gehe gern zum Turnen hin”

 

Agnes Schörmann - Die älteste Turnerin des TuS Velmede-Bestwig
Agnes Schörmann

 

Die älteste Turnerin des TuS Velmede/Bestwig

 
 

“Und da sagte der Kurarzt; Sie können sich aber noch gut bewegen”, Stolz klingt in der Stimme von Agnes Schörmann und zwar zurecht, denn immerhin zählt die älteste Turnerin des TuS Velmede/Bestwig schon 82 Jahre.

“Nur wer sich regelmäßig bewegt, bleibt auch im Alter noch gelenkig”, verrät die rüstige Velmederin ihr Geheimnis. Bereits seit 1964 ist Agnes gemeinsam mit Lydia Gödde Mitglied im größten Sportverein der Gemeinde. ”Damals rief eine gute Freundin, Anneliese Peus, den Sport in der neuerbauten Turnhalle am Ostenberg ins Leben und wir waren dabei”, schmunzelt Lydia und erinnert sich noch, dass in den 50er Jahren bereits im Karl-Mostert-Haus geturnt wurde. Vorher wohnte Lydia Gödde in Fretter und fuhr zum Kurs als Jungmädel nach Ostwig. Dort nahm auch Anneliese teil und so lernten sich die Frauen kennen. Auch an die Übungseinheiten auf der Bühne in der Schützenhalle erinnern sich die Turnerinnen noch genau. Schließlich ging es wie erwähnt in die neue Halle und mit etwa zwölf Frauen wurde eine erste Gymnastikgruppe gebildet. Und Agnes und Lydia waren dabei.

“Turnkleidung haben wir selbst gekauft”, erinnern sich die beiden UR-TuSlerinnen und weiter: “Im Mittelpunkt stand Keulen- und Reifengymnastik.”
In den 80er Jahren wurde sogar ein einheitlicher Anzug, “in Schwarz mit weißen Streifen”, wie Agnes noch genau weiß, angeschafft, in dem dann in der Dreifachturnhalle sogar öffentliche Auftritte erfolgten. “Es war der ‘Tag des Sports'”, wird berichtet. “Das war ganz schön anstrengend, denn wir sollten immer lächeln bei den Übungen.” Damals waren 40 Damen bei den Übungstagen, heute kommen im Schnitt 15 Frauen in die Turnhalle, wenn Ulrike Proksch zur Bewegung bittet. Lieblingsübungen hat Agnes Schörmann eigentlich nicht, aber mit dem Theraband und auf der Matte hat sie immer gern ihr Können gezeigt.

Ein Lob kommt auch von Mitturnerin Edeltraud Sauerwald: “Agnes und Lydia sind immer pünktlich. Und sie absolvieren das komplette Programm.”

Bei einem Blick zurück kommt etwas Wehmut auf: “Früher war die Gruppe gemischt. Da war von 25 bis 70 Jahren alles vorhanden. Heute sind wir eine reine Seniorentruppe.” Doch auch in dieser Konstellation macht es viel Spaß, denn “die Geselligkeit wird nicht vergessen.” Ausflüge nach Köln, Cochem, Boppard oder Berlin sind im Gedächtnis haften geblieben, heute stehen Wanderungen oder ein Besuch des Kölner Weihnachtsmarktes auf der Liste.

Die Geräteauswahl, Barren, Reck und Bock, hat sich nicht geändert, wohl aber der Ablauf der Trainingsabende. Erst wird geschwommen, dann geht es in die Halle zum Aufwärmen, anschließend bestimmt die Übungsleiterin den Abend.Und wieder schweift der Blick von Agnes Schörmann über die Runde: “Und wir sind doch die älteste Gruppe des TuS, oder nicht?”

Eine “Übung” hat der Seniorensportlerin immer besonderen Spaß gemacht,
“Unser kleines Lied:
Bin ‘ne lust'ge Turnerin
immer froh und heiter
gehe gern zum Turnen hin
übe an der Leiter
Ja, immer lustig Blut
ein heiter froher Sinn
frisch, froh und frei
ziehen wir dahin.”

 

 
Seitenanfang